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Ich habe etwas überraschend von Queen Games eine Einladung zum sogenannten Erklärertag erhalten. An diesem Tag werden alle Spiele-Erklärer für die SPIEL in Essen noch mal fit gemacht. Es werden vor allem die Spiele gespielt, die bis dahin noch nicht in einer finalen Version verfügbar waren. Das Ganze ist dabei generalstabsmäßig geplant. An der Wand hängen die Standpläne für die Messe, auf den Tischen stehen die Herbstneueheiten bereits aufgebaut, es gibt noch mal letzte Anweisungen zum Ablauf auf der Messe. Und überall stehen natürlich Plakate der neuen Spiele. Allerdings ist es keine Glamour-Veranstaltung, sondern ein echtes Arbeitstreffen. Die Erklärer bekommen die Spiele von Leuten erklärt, die sie schon kennen und spielen sie dann auch (mindestens) einmal zusammen mit der Person komplett durch. In den folgenden Wochen gibt es natürlich noch mehr Runden, die dann aber im Kleineren ablaufen. So sind die Erklärer meiner Meinung nach echt gut ausgebildet. Interessant mal so hinter die Kulissen blicken zu dürfen. Im folgenden möchte ich noch ein paar der Spiele kurz vorstellen, die wir dort gespielt haben.

Pioneers und auch Merlin waren dabei echte Deutschland-Premieren, die wurden zuvor nur auf der GenCon in den USA gezeigt. Es handelte sich bei beiden Spielen um sogenannte Pre-Production-Copies, also sowas wie ein letztes Muster vor dem Start der Produktion. Verfügbar sind beide erst zur Messe in Essen. Nun aber zu den Spielen…

Pioneers

Noch nicht ganz fertig - Pre-Production Copy von Pioneers

Noch nicht ganz fertig – Pre-Production Copy von Pioneers

Pioneers ist eine der beiden großen Herbstneuheiten von Queen Games auf der SPIEL in Essen. Das Spiel von Emanuele Ornella, der uns das Spiel auch persönlich in charmantem italienischem Englisch erklärt hat, spielt thematisch in Nordamerika zur Zeit des großen Treck in den Westen. Ziel ist es, möglichst viele Pioniere so auf die Städte zu verteilen, dass man sie mit einem großen Wegenetz miteinander verbinden kann (das gibt nämlich am Ende ordentlich Punkte).

Der eigene Spielzug gliedert sich in drei Phasen, die auch auf dem Spielertableau abgebildet sind: Einkommen kassieren, Wegenetz ausbauen oder neue Kutsche besorgen, den Treck über den Plan steuern und Pioniere ausbringen. Der Kernmechanismus ist, dass in einer Stadt nur dann Pioniere eingesetzt werden können, wenn diese die richtigen Berufe haben, denn jede Stadt fordert einen bestimmten Typ an Pionier (die Verteilung der Pioniere in den Städten ist zufällig und jedes Mal anders). Die Pionier-Meeple sind in den Kutschen nämlich diesen Berufen zugeordnet und können somit nur in den entsprechenden Städten eingesetzt werden. Habe ich keinen passenden Pionier, komme ich in die Stadt gar nicht rein – hätte ich mal bloß ne neue passende Kutsche gekauft. Die Kutschen kann ich nämlich zuvor kaufen und so beeinflussen, in welchen Städten ich Pioniere einsetzen kann. Hat man das geschickt getan, dann bringen dem einsetzenden Spieler die Pioniere auch noch dauerhafte oder einmalige Sonderfähigkeiten – der Banker beispielsweise dauerhaft mehr Einkommen, der Barkeeper einmalig den Effekt einen Pionier einfach aus einer Kutsche entfernen zu können ohne ihn auf dem Plan einzusetzen. Klingt erstmal unsinnig, will ich die Pioniere doch auf dem Plan einsetzen. Aber jede leergeräumte Kutsche bringt auch noch mal Punkte und etwas Geld.

Das Auslegen der Wege ist dabei in dreifacher Hinsicht interessant und gewinnbringend: Zunächst mal bringt mir mein größtes Netzwerk am Ende Punkte (sofern auch Pioniere drin stehen). Darüber hinaus nutzt es mir aber auch auf andere Weise: Es kostet nämlich Geld den Treck über den Plan zu steuern und in die für mich passenden Städte zu bringen – und zwar 1 Dollar je benutztem Weg. Benutze ich Strecken die mir selbst gehören, zahle ich nichts, benutzen meine Gegner jedoch meine Wege oder ich deren, erhält der Besitzer des Weges statt der Bank den Dollar.

Hat ein Spieler alle Wege verbaut, endet das Spiel und die laufende Runde wird noch zu Ende gespielt. Am Ende gibt es dann noch 2 Punkte für jeden Pionier, der innerhalb meines größten zusammenhängenden Wegenetzes steht sowie einen Punkt für jeden Platz, der in einer noch vor mir liegenden Kutsche nicht mehr besetzt ist – leergeräumte Kutschen werden direkt im Spiel gewertet.

Fazit:

Pioneers ist recht schnell erklärt und spielt sich sehr flott. Wenn alle Spieler erst mal drin sind, dauert ein Spielzug in der Regel deutlich weniger als eine Minute, so dass auch bei voller Besetzung keine Langeweile aufkommt. Man braucht ein paar Züge um die Kniffe des Spiels zu verstehen, aber aus meiner Sicht ist es ein schönes und schnelles Familienspiel mit leicht gehobenerem Niveau. Material und Grafik sind gewohnt gut. Obwohl es sich nur um eine sogenannte Pre-Production-Copy handelte, gehe ich davon aus, dass die zur Messe verfügbaren Exemplare keine größeren Veränderungen mehr erfahren dürften.


Merlin

Nach den Pionieren im Wilden Westen besuchten wir dann noch Artus und Merlin auf Camelot. Im Vergleich natürlich ein deutlich komplexeres Spiel. Autor Stefan Feld veröffentlicht seit langer Zeit mal wieder ein Spiel bei Queen Games (ich glaube das letzte war Amerigo…). Hier war auf dem Spielplan einiges los. Sitzt man davor, versteht man erst mal nur Bahnhof. Viele Aktionsfelder, Symbole, Plättchen und unterschiedliche Spielbereiche – Stefan Feld eben. Aber nach der Erklärung war das Ganze direkt viel klarer und man konnte seine Züge relativ schnell durchführen. Ich skizziere mal den Ablauf und die wesentlichen Aktionen, werde aber viele Details außen vorlassen.
Der zentrale Mechanismus ist ein Würfelmechanismus, bei dem jeder Spieler vier Würfel – drei in Spielerfarbe und einen weißen – würfelt und diese für seinen Spielzug verwendet. Mit den Würfeln in Spielerfarbe kann ich meine Figur auf dem Aktionsrad des zentralen Spielplans im Uhrzeigersinn bewegen, mit dem weißen Würfel kann ich Merlin in eine beliebige Richtung bewegen. Zu unterscheiden sind dabei Aktionsfelder, die mir eher einfache Effekte bringen wie beispielsweise Punkte für Wappen oder Waren, das Bauen eines Landsitzes etc. und spezielle Aktionen an den Burgen der Ritter der Tafelrunde. Letztere erlauben es mir Gehilfen einzusetzen und so Einfluss zu erlangen, Waren zu bekommen, Soldaten (dargestellt durch Schilde) anzuwerben oder ein Wappen-Banner auf meiner Burg zu hissen. Jedes der vier Elemente ist dabei sehr wertvoll. Die Banner bringen mir Sonderfähigkeiten, die ich einmalig einsetzen kann wie das Drehen eines Würfels oder eine Bewegung mit meiner Figur gegen den Uhrzeigersinn. Die Schilde brauche ich, um in jeder zweiten Runde Angreifer abzuwehren. Die Baustoffe brauche ich für das Bauen der Landsitze (bringen Punkte in der Wertungsphase). Und last but not least bringt mir das Erlangen von Einfluss in den unterschiedlichen Regionen ebenfalls Punkte in der späteren Wertungsphase.

Alle zwei Runden findet nämlich eine solche Wertungsphase statt, die wiederum aus verschiedenen Elementen besteht. Zunächst müssen die Verräter mit passenden Schilden oder entsprechenden Sonderfähigkeiten abgewehrt werden (für jeden nicht abgewehrten Verräter gibt es drei Minuspunkte). Dann gibt es Punkte: Für jeden auf dem Spielplan befindlichen Gehilfen einen Punkt. Für die Einflussmarker in den Burgen gibt es Punkte für den Spieler, der die Mehrheit in einem Gebiet hat. Ebenfalls eine Mehrheitenwertung gibt es noch bei den Landsitzen.


Nach sechs Runden und drei Wertungen endet das Spiel. Es gibt noch mal Punkte für nicht eingesetzte Materialien und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Fazit:

Merlin ist typisch Feld. Viele kleine Mechnismen die gekonnt ineinander greifen, kombiniert mit einem schnell begreifbaren und elegant-kniffligen Aktionswahl-Mechanismus. Würfel können manipuliert werden und es gibt eigentlich immer was zu tun. Es gibt dazu kaum destruktive Elemente und die wenigen Möglichkeiten destruktiv zu spielen sind eher milder Natur, wie das Rauswerfen eines anderen Gehilfen. Sicher können die Würfel gegen einen spielen, aber es gibt meistens eine Möglichkeit noch irgendwas vernünftiges mit den Aktionen anzufangen. Das Spielbrett wirkt zunächst überladen, dieser Eindruck klärt sich aber

Spielertableau von Merlin von Queen Games mit Erweiterungsmodul

sehr schnell, denn die Aktionen sind recht klar und einfach und in ihrer Art eigentlich sehr ähnlich. Die vielen unterschiedlichen Arten auf die man Punkte erlangen kann, lassen immer ausreichend Ausweichmöglichkeiten zu. Allerdings sollte man auch erwähnen, dass es sich bei Merlin nicht um ein thematisch bis in das letzte Detail ausgearbeitete Spiel handelt, denn der Kern des Spiels ist schon ein abstrakter. Dennoch hat es Queen Games hier geschafft durch die gute und stimmige Grafik (Dennis Lohausen mal wieder…) und das Material, das Maximum an Thema rauszuholen. Ach so, und wem das Ganze nicht komplex genug ist, der kann mit dem bereits enthaltenen Erweiterungsmodul noch eine Schippe drauflegen und noch ein wenig mehr Komplexität reinbringen. Auch Merlin war eine Pre-Production-Copy und ist erst in Essen verfügbar.
Mit der zweiten Herbstneuheit hat Queen Games ein gutes Spiel für Vielspieler im Gepäck, das uns am Spieltisch wirklich überzeugt hat und auch in einer bereits absolvierten Folgerunde erneut überzeugen konnte.

 

Zum Abschluss des Tages gab es dann noch zwei leichte Absacker.

Captain Silver

Das Kinderspiel ist ein Wettrennen oder eher Wettgrabbeln. Denn jeder Spieler grabbelt und fühlt in seinem Schatzbeutel nach passenden Teilen, die er auf den variablen Spielplan ausbringen muss. Dabei darf nur das jeweils folgende Teil in der Reihe gelegt werden. Ist eine Reihe bis vorne gefüllt, wird ausgewertet. Jedes Feld bringt dem Spieler der ein passendes Teil platzieren konnte Dukaten oder Schritte mit dem Segelschiff. Ziel ist es mit seinem Schiff möglichst oft die Schatzinsel zu erreichen und so die wertvollsten Schätze einzusammeln. Jede erbeutete Münze ist je einen Punkt, die Schatzkarten unterschiedlich viel wert. Falsch aus dem Beutel gezogene Teile können Minuspunkte (Geld abgeben) einbringen. Erstaunlich ist, wie oft man ein falsches Teil zieht und sich so wieder Minuspunkte einfährt. Allerdings ist es eben in Echtzeit und man will möglichst schnell viele Teile auslegen – manchmal echt um Haaresbreite und mit gequetschten Fingern.

Fazit

Lustiges Kinderspiel, dass als Filler zwischen zwei größeren Spielen auch mal Erwachsenen Spaß macht. Man muss bei Captain Silver den Mittelweg zwischen Geschwindigkeit und Grabbel-Präzision finden um am Ende zu gewinnen.


High Tide

Das lockere Familienspiel High Tide von Dirk Henn spielt am Strand irgendeines Urlaubsortes. Dort wollen wir unsere Liegen für die Badegäste bereitstellen und das möglichst nah am Wasser. Dazu gibt es sechs mögliche Linien in denen wir mit unseren Liegestühlen vorrücken wollen. Mit Würfeln, die blind aus einem Beutel gezogen werden, bestimmt sich, welche der sechs Reihen vorgezogen werden und die Augenzahl gibt vor wie viele Schritte meine Liege nach vorne in Richtung Wasserkante rutscht. Das Spiel läuft über sechs Runden, danach folgt die Wertung. Wer seine Liege an vorderster Front einer Reihe platziert, bekommt vier Punkte, der zweite zwei Punkte, der dritte noch einen. Alle dahinter gehen leer aus, es sei denn, sie haben die Liege in der Strandbar gelassen, dann gibt es auch einen Punkt. Nun wäre das recht langweilig, würde man einfach nur vorziehen. Gleichzeitig kommt nämlich das Wasser immer näher und droht Stühle zu verschlingen. Passiert dies bei einem Stuhl endet das Spiel vorzeitig und es wird abgerechnet.

Das Material ist auch passend gestaltet (Punktezähler sind Flip Flops) und es sind direkt vier kleine Module dabei mit denen man das Spiel noch mal aufpeppen kann. Das ist rühmlich und nach ein paar Partien auch notwendig.

Fazit

High Tide ist die Art von größerem Filler, die Spieler nach einer anstrengenden Partie Merlin brauchen, um wieder fit zu sein und noch ein weiteres komplexes Spiel zu spielen. Es macht Spaß, bietet ein paar taktische Elemente und ist gleichzeitig glückslastig genug, dass quasi jeder die Möglichkeit auf einen Super-Zug haben könnte. Die Grafik von Dennis Lohausen ist wie immer grandios. Benutzte Würfel landen im (Würfel)Pool, die Wellen zeigen jeweils andere Objekte (bspw. den bemalten Ball aus Verschollen mit Tom Hanks) und das Spiel macht auch ein wenig Lust auf Urlaub. Uns hat es Spaß gemacht, man darf aber hier keinen großen Strategiekracher erwarten, sondern ein lockeres Würfelspielchen mit schöner und stimmiger Grafik.

Insgesamt war es ein toller Tag mit vier für mich neuen Spielen und interessanten Einblicken. Ich werde beide Neuheiten, Pioneers und Merlin, noch mal etwas ausführlicher beleuchten, nachdem ich sie noch ein paar Mal gespielt habe.

Der Beitrag Queen Games Erklärertag – Kurzüberblick über die Neuheiten zur SPIEL erschien zuerst auf Würfelmagier - Brettspiel Blog.

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King Racoon Games dürfte den meisten unter euch eher kein Begriff sein. Mir ist der Verlag aufgrund einer besonderen Begebenheit auf der SPIEL vor ein paar Jahren in guter Erinnerung: Felix‘ erstes Spiel Schäferstündchen wurde dort u.a. vom Autor Christian von Aster, meines Wissens ein Freund von Felix, präsentiert. Die Präsentation und das folgenede Testspiel gehörte mit zu den lustigsten und denkwürdigsten Spielevorführungen, denen ich bisher beiwohnen durfte. Herr von Aster und ich rieben uns in einem nervenzerfetzenden Wort- und Spielduell geradezu auf. Ich habe ihn danach noch einige Male getroffen (inkl. kleiner Privatlesung) und er war dann auch auf meinem vierzigsten Geburtstag als vorlesender Überraschungsgast zugegen. So viel zu meiner persönlichen Verbindung zum Verlag. Ansonsten ist King Racoon Games ein kleiner Indie Verlag, wie man ihn sich vorstellt. Wenig Mitarbeiter, viel Herzblut und immer zu wenig Geld für die Projekte. Und deshalb musste King Racoon Games auch Kickstarter wählen, um das nächste Projekt zu stemmen.

Artwork von Tsykuyumi von Felix Mertikat bei King Racoon Games
Felix Mertikat, seineszeichens gestandener Comic Autor, möchte nach dem Schäferstündchen ernsthafter werden und verbindet japanische Mythologie mit den Comicwelten verschiedener Zeichner. Das Artwork ist dementsprechend atemberaubend. Jeder der auch nur ansatzweise Comics und japanischem Stil etwas abgewinnen kann, wird hier direkt hängenbleiben. Ich würde mir fast einen Comic zum Spiel wünschen, den es nstürlich im Kickstarter als Add-On gibt 😉

Artwork von Tsykuyumi von Felix Mertikat bei King Racoon GamesTsukuyumi – Full Moon Down ist ein strategisches Brettspiel für 3-5 Spieler. Darin kämpfen die Spieler als Vertreter futuristischer Völker gegen den Mond, der auf die Erde gestürzt ist. Der darin schlummernde gottähnliche Drache, ein Kami, verursacht einen gigantischen Krater, der den Pazifik in eine Schlammwüste verwandelt. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Menschen (dürfte nicht schwer fallen), Boarlords (häh?), Cybersamurai oder eines riesigen Insektenschwarms (okay…) und kämpfen gegen die Vernichtung des Planeten. Ziel des Mechanismus ist es, den Zufall als Element möglichst auszuschließen und so ein hoch-strategisches Area-Control Spiel zu erschaffen.

Die Kickstarter Kampagne läuft noch bis 5. November. Man kann sich also auf der SPIEL17 einen Eindruck über das Spiel abholen und dann entscheiden, ob man den kleinen Ludwigsburger Verlag noch unterstützt. Ich bin sehr gespannt auf das Spiel, da alleine das Artwork mich schon absolut anfixt, würde es aber vorher gerne ausprobieren…

Hier gehts zur Kickstarter-Kampagne…

Hier die Seite des Verlages…

Und die unvermeidbare BGG-Seite mit vielen Bildern…

Schachtelcover Tsykuyumi von Felix Mertikat bei King Racoon Games

Das Cover der Schachtel – unglaublich schön…

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Wir alle kennen diesen einen Moment: Wir halten ein neues originalverpacktes Spiel in den Händen. Die Schachtel ist noch umgeben von der Folie. Nun der erste Moment, in dem man Hand an das neue Spiel anlegt. Die Folie wird abgezogen und der Deckel hebt sich das erste Mal. Der Blick fällt in die Schachtel. Und mancher beginnt schon direkt mit auspöppeln der Stanzbögen. Währenddessen beginnt man bereits zu überlegen, wie um Himmels Willen man das alles am besten sortieren sollte, damit es künftig schnellstmöglich aufgebaut ist.

Im ersten Teil der dreiteiligen Reihe rund um Geek-behör geht es genau darum – um alles was das Sortieren und Ordnen vereinfacht. Dabei gibt es unterschiedliche Lösungen und Ansätze, die ich euch kurz vorstellen möchte. Wer weitere Ideen hat, packt das gerne in die Kommentare, denn ich bin ja nicht die allwissende Müllhalde. Aber nicht nur das Ordnen und Sortieren ist vor dem Spiel wichtig, man muss ja auch noch Regeln lesen und verstehen, auch dazu gibt es ein paar Tipps und Empfehlungen.

 

Ordnung ist das halbe Leben

Früher war alles besser heißt es oft. Zumindest anders. Spiele bestanden meistens aus einer relativ überschaubaren Anzahl von Komponenten und die ließen sich gut in dem vorhandenen Schachteleinsatz unterbringen. Irgendwann wurden die Komponenten aufwändiger und zahlreicher und spätestens seit der zweiten Siedler-Auflage (die mit den Plastik-Komponenten) weiß jeder, dass ein gut geplantes Inlay Sinn macht. Wie also ordnet man am besten? Hier ein Überblick über bestehende Lösungen und Möglichkeiten.

 

Druckverschlussbeutel

Druckverschlussbeutel sind nur bedingt praktischSicherlich die einfachste Art und Weise seine Komponenten zu sortieren. Früher schon fast Luxus, mittlerweile Usus und so legen viele Firmen ein ausreichendes Kontigent an Beutelchen direkt bei. Schlussendlich aber am Ende doch auch immer Fummelei und aufwändig. Außerdem gehen sie beim Aufreißen häufig kaputt. Ich nutze die Beutel natürlich auch noch bei vielen Spielen, da ich gaaanz viele in einer zu kleinen Schublade aufbewahre. Es ist eben sehr einfach, man bekommt sie überall und gerade Spiele, die man nicht so oft spielt, brauchen meistens auch nicht viel mehr Luxus.

FAZIT: Nicht optimal, aber einfach unschlagbar günstig.

 

Bunte Stoffbeutel

Sicherlich eher eine Ausnahme, aber bei einigen Spielen sehr hilfreich. Ich habe sie das erste Mal für Burgen von Burgund gesehen und dort erleichtern sie das Spiel erheblich, da der Schachteleinsatz dieses Spiels mehr als unpraktisch ist. Die Beutel bekommt man meines Wissens nicht im Handel, sondern bei etsy oder dawanda. Hier mal ein beispielhafter Link, ggf. gibt es aber noch mehr Hersteller oder alternative Quellen. Besonders schön sind die bedruckten Beutel, die es bei artscow.com gibt. Beispielhaft der Link zum Beutel für das schwarze Depot von Burgen von Burgund. Eine recht umfangreiche Übersicht über die bisher gestalteten Beutel findet ihr bei boardgamemegeek.com.

FAZIT: Bei manchen Spielen mit vielen verdeckt zu ziehenden Teilen durchaus eine gute Alternative, die schön anzusehen ist. Aber leider sind die Versandkosten bei den besonders schönen Beuteln von artscow sehr hoch. Meistens tun es ja aber auch einfarbige. Und die kriegt man auch hierzulande. Oder man näht selber…

 

Sortierkästen

Sortierkasten mit Komponenten von Ulm von Huch&FriendsMan bekommt sie im Baumarkt, bei conrad.de oder manchmal auch in der Reste-Rampe. Sortierkästen sind universell verwendbar, aber auch etwas unflexibel. Zudem haben sie meistens eine feste Einteilung und gerade kleinere Würfelchen lassen sich häufig schlecht entnehmen. Sie sind in der Regel auch relativ günstig. Ich habe seinerzeit auf der Spielemesse in Essen bzw. im Spieltraum-Shop mal die abgebildeten Boxen erworben. Sie haben den Vorteil in verschiedenen Größen angeboten zu werden und eine relativ gute variable Facheinteilung mit kleinen Plastiktrennern. dazu sind die Fächer nach vorne leicht abgerundet, so dass sich darin befindliche Komponenten gut entnehmen lassen.

FAZIT: Geringe Variabilität bei guter Ordnung und mit einem Preis von zwei bis drei Euro recht erschwinglich.

 

Plastik-Trays

Diese kleinen Kunststoff-Kästchen sind eine relativ junge Erscheinung. Stonemaier Games hat sie seinerzeit in meiner Wahrnehmung das erste Mal verwendet und ich fand die kleinen Kästen gleich praktisch. Damals konnte ich sie aber nirgends auftreiben. Mittlerweile gibt es mit den Geek-Boxes (G33k Box) eine Alternative. Mit einem Euro pro Stück sind sie allerdings auch recht teuer. Die Boxen sind vor allem dazu gut geeignet Spielermaterial vorzusortieren oder Ressourcen-Marker und -Meeple aufzubewahren. Sie sind stapelbar und durch das kleine Kreuz verrutschen sie auch nicht so leicht. Aber auch hier ist es wie mit den Sortierboxen, so richtig flexibel sind sie nicht und durch die Größe auch manchmal nicht immer so 100% praktisch. Fast immer muss man den Schachteleinsatz (sofern vorhanden) entfernen.

FAZIT: Praktisch und formschön, aber etwas platzraubend in der Schachtel. Teuer, wenn man mehrere benötigt.
Vielen Dank an die Firma dV Giochi für die Bereitstellung des Testexemplars.

 

Schaumstoffeinsätze

Die Firma Feldherr hat sich in der Tabletop-Gemeinde schon seit vielen Jahren mit ihren Miniatureneinsätzen aus Schaumstoff einen Namen gemacht. Seit einiger Zeit gibt es solche Einsätze auch passgenau für Schachteln von Brettspielen (vorzugsweise für solche mit vielen Miniaturen). Diese zeichnen sich durch geringes Gewicht und gute Passform aus. Preislich sind sie in der Regel recht erschwinglich. Um euch einen besseren Eindruck zu vermitteln, habe ich ein kurzes Video dazu gedreht.

FAZIT: Passgenau, leicht und preislich akzeptabel bieten sich diese Einsätze vor allem bei miniaturenbasierten Spielen an – vor allem, wenn man die Figuren bemalt hat.
Vielen Dank an die Firma Feldherr für die Bereitstellung des Testexemplars.

 

Holzeinsätze

Der Luxus schlechthin. Die Firma The Broken Token hat mit ihren passgenauen Holzeinsätzen einen echten Trend bei den Boardgamegeeks losgetreten, zumindest war es die erste Firma, die mir mit solchen Einsätzen über den Weg gelaufen ist. Die Holzeinsätze werden so gefertigt, dass sie in die Schachtel eines Spiels genau reinpassen, alles sortieren und idealerweise auch noch die Erweiterungen mit aufnehmen. Zusätzlich beschleunigt sich der Aufbau des Spiels in der Regel erheblich, da sich die Komponenten aus den Einsätzen gut entnehmen lassen. Letztes Jahr starteten The Game Doctors ihre erste Kickstarter Kampagne, die sie dieses Jahr im Oktober erneut aufsetzen möchten. Mit dabei sind Einsätze für über 50 verschiedene Spiele. Die Einsätze sind dabei nicht aus Sperrholz, sondern aus einem Holzverbundstoff (HDF), der wesentlich stabiler sein soll. Ich habe im Vorfeld ein Probeexemplar erhalten und zusammengebaut, um euch ein ersten Eindruck davon zu vermitteln.

FAZIT: Stabil, luxuriös, aber teuer. Wenn man ihn einmal gesehen hat, wünscht man sich einen solchen Einsatz für alle Lieblingsspiele. Allerdings wird auch die Schachtel deutlich schwerer.
Vielen Dank an The Game Doctors für die Bereitstellung des Testexemplars.

 

Selbstgebastelte Einsätze

100% individuell wird es, wenn man Einsätze selber bastelt. Dazu benötigt man einen Plan, Kleber, ein Skalpell oder Bastelmesser sowie etwas Geduld und vor allem das passende Material. Den Plan bekommt man bspw. von Boardgamegeek, da viele User dort ihre Einsätze zeigen. Gebaut werden diese Einsätze dann aus Foamcore (zu deutsch: Leichtschaumplatte), den man im Bastelladen oder im Geschäft für Künstler- und Architekturbedarf bekommt. Unten mal ein Beispiel von Benjamin von brettspielblog.net, der einen Einsatz für Gloomhaven gebastelt hat.

FAZIT: Man muss basteln mögen, aber sicherlich auch toll wenn man einen solchen selbstkonstruierten Einsatz zustand gebracht hat. Da die Platten nicht ganz günstig sind, allerdings auch nicht umsonst zu realisieren.

 

Für Hartgesottene – Bondage Tape

Karten mit Bondage TapeEinige denken nun, ich hätte mich im Blog vertan, aber tatsächlich eignet sich Bondage-Tape erstklassig um Karten zusammenzuhalten. Man bekommt es nicht nur im einschlägigen rot beleuchteten Handel, sondern auch bei anderen großen Online-Shops in neutraler Verpackung. Die Karten halten am besten, wenn sie nicht in Hüllen eingetütet sind und bleiben wirklich super fixiert. Geht natürlich auch gut für Geldscheine oder andere kartenähnliche Spielmaterialien. Bisher die beste und günstigste Lösung für das lästige Kartenproblem. Vor allem gut, dass man nicht basteln muss wie beim nachfolgenden Tipp…

FAZIT: Die wahrscheinlich beste Möglichkeit um Karten zusammenzuhalten, wenn man nicht basteln möchte.

 

Tuck-Boxes

Tuck-Boxes sind kleine Faltschächtelchen ähnlich wie die, die man von Kartenspielen kennt. Meistens sind diese selbst designt und es gibt zahlreiche Vorlagen auf boardgamegeek.com (zum Download der Vorlagen müsst ihr einen Account dort haben). Hier der Link zu einer langen Liste, die alle bereits veröffentlichen Tuck Boxes sammeln will. Bei einigen Spielen (z.B. Alien Frontiers) sind sie manchmal auch serienmäßig dabei – das ist aber echt eine Ausnahme. Sie eigenen sich für die Aufbewahrung von Karten, aber auch von Spielmaterial.

FAZIT: Relativ einfach zu basteln und günstig, da zum Selbstausdrucken. Man sollte aber ausreichend dicken, aber nicht zu dicken Karton verwenden.

 

Kartenhüllen

Zuletzt zu Kartenhüllen (aka Sleeves). Diese sortieren ja nicht wirklich, sondern dienen mehr dem Schutz. Bekannt geworden sind sie durch die “professionellen” Magic-Spieler, die so ihre häufig bei Turnieren genutzten Karten geschützt haben. Ich habe mich mittlerweile von dem übertriebenen Schützen von Karten abgewendet, da die Hüllen ja auch nicht umsonst zu haben sind. Allenfalls bei Spielen mit hohem Misch-Anteil (bspw. Deck-Building) kann man darüber nachdenken.

FAZIT: Nicht unbedingt nötig und auch teilweise sehr aufwändig und teuer, wenn man sehr viele Karten in diese Lümmeltüten packen muss.

 

Lesen und verstehen – Das Regelstudium

Die Regeln sind immer so eine Sache. Bei manchem Spiel versteht man sie sofort, bei anderen verzweifelt man daran und zweifelt an seinem Intellekt. Um sich dies etwas leichter zu machen, gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten und Angebote, die man nutzen kann. Ich möchte ein paar Empfehlungen meinerseits dazu geben, allerdings sind dies meine persönlichen “Gewohnheiten”. Auch hier gilt: Habt ihr weitere Empfehlungen dazu, ab in die Kommentare damit.

 

YouTube

Die Medienplattform der jüngeren (und älteren?!) Generationen eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, um sich das Regelstudium zu erleichtern. Einen guten Überblick über ein Spiel liefert der Kanal Spiel doch mal von Julia und Stephan. Hier bekommt ihr in etwa zehn Minuten einen guten Überblick über das Spiel und die Mechanismen. Sicherlich kein vollständiges Regelstudium, aber vor allem vor dem Kauf ein guter Anlaufpunkt zur schnellen überblickartigen Information. Wer es genauer wissen mag, der schaut sich eines der vielen Let’s Plays an, die sich mittlerweile auch im Brettspielbereich etabliert haben. Im englischsprachigen Bereich kann man sich die fast schon schulungsartigen Videos von Rodney Smith (“Watch it played“) ansehen oder Richard Ham (“Rahdo runs through…“) bei seinem meist etwas hektischen Durchlauf eines Spiels begleiten.

FAZIT: YouTube ist aus meiner Sicht die Plattform schlechthin und eine wahre Fundgrube, wenn man mal schnell einen Überblick darüber bekommen möchte, wie sich ein Spiel anfühlt. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig und reichen von überblickartigen Rezensionen bis zu detaillierten Spielanleitungen oder einer Mischung aus beidem. Dazu findet man viele Videos von Veranstaltungen und Interviews sowie die einschlägigen Podcasts. YouTube, was wären wir ohne dich?!

 

Regelerklärungsvideos bei Kauf eines Spiels

Das gibt es meines Wissens nur bei spieleoffensive.de. Kauft man dort ein Spiel, erhält man ein detailliertes Video mit einer Regelerklärung dazu (sofern zum entsprechenden Spiel vorhanden). Die Videos kann man dann nach dem Kauf in seinem Kundenbereich abrufen. Detailliert, gut und klar erklärt und gegliedert in unterschiedliche Kapitel sind diese Videos sehr ausführlich.
Mittlerweile gibt es aber auch immer mehr Verlage, die solche Video direkt selbst produzieren. Besonders gut hat mir persönlich das Video zu Cottage Garden gefallen, das die Edition Spielwiese für ihr Erstlingswerk produziert hat. Auch für den Nachfolger Memoarrrr gibt es ein solches Video mittlerweile. Ich denke, das wird sich mehr und mehr durchsetzen.

FAZIT: Sehr gute Möglichkeit sich einen detaillierten Überblick über die Regeln und das Gameplay zu verschaffen.

 

There’s an app for that!

Ohne Apps geht nichts mehr. Kinotickets in der App, BahnCard in der App, Weg zur Eisdiele mit der App. Apps, Apps, Apps…überall Apps. Ein recht junges Phänomen sind Apps, die die Regeleerklärung übernehmen möchten. Die Firma dized.com startet Ende August mit einer Kampagne auf Indiegogo (NICHT Kickstarter!!!), um ihre Idee des barrierefreien Spielstarts umzusetzen. Die Idee ist, dass die Regelerklärung komplett durch die App übernommen wird und man dies gemeinsam am Tisch während des Spiels beigebracht bekommt. Zahlreiche Spiele (bspw. Bang, Blood Rage, Carcassonne oder 7 Wonders) sind bereits an Bord und (viele?) weitere sollen folgen. Vielleicht ist dies das Ende von Regelstudium und Unklarheiten…wobei, wer möchte schon auf das liebgewonnene analoge Regelheft verzichten? Aber als Ergänzung gerne noch eine App. Einen ersten Eindruck kann man sich auf dem youtube-Kanal von dized.com verschaffen. Die erste große Vorstellung erfolgt auf der GenCon. Hier ein paar Infos die im Rahmen der BerlinCon preisgegeben wurden.

FAZIT: Wird für mich das Regelheft nicht ersetzen, aber eine durchaus hilfreiche Unterstützung am Spieltisch. Ich bin sehr gespannt drauf.

 

Und was spielen wir jetzt mit sechs Leuten?

Die Frage stellt sich häufig dann, wenn man denkt, dass man für sechs Spieler doch gar keine Spiele hat. Wohl dem, der seine Spiele auf boardgamegeek.com erfasst hat. Auf der Seite boardgamemenu.com kann man sich dann ein druckbares Menü aus seinem Bestand erstellen lassen. Dabei gibt es Vorspeisen, Hauptgänge und Desserts. Sicherlich nicht schönste Seite, aber praktisch… Ab und an kommt es auch zu Ausrutschern (insb. Bei Erweiterungen), aber im Großen und Ganzen eine prima Sache.

FAZIT: Nette Entscheidungshilfe, wenn auch nicht frei von Fehlern. Aber ein gute Sache, um sich Inspiration zu holen oder auch mal Spiele der zweiten reihe zu entdecken.

 

Wann geht’s weiter? Bald geht’s weiter

Das war es mit dem ersten und wahrscheinlich umfangreichsten Teil rund um Geek-behör. Im nächsten Teil geht es um alles, was man während des Spiels braucht oder brauchen könnte.

 

Der Beitrag Geek-behör Teil 1 – Auspöppeln, ordnen und Sortieren…und Regeln lesen! erschien zuerst auf Würfelmagier - Brettspiel Blog.

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Community Banner wuerfelmagier.de WürfelmagierDie Brettspielszene ist eine besonders kommunikative und freundliche Ansammlung von Menschen und erstreckt sich über den gesamten Globus. Wer das erste Mal auf der SPIEL in Essen oder einer anderen ähnlichen Veranstaltung ist, wird ihn spüren, diesen Spirit, wenn unterschiedliche Menschen sich an einen Tisch setzen und einfach zusammen spielen. Diese Grenzenlosigkeit ist natürlich auch besonders im World Wide Web zu beobachten, sei es über Facebook, Twitter, Instagram oder unser aller Brettspiel-Kirche Boardgamegeek. So ergab es sich über dieses weltweite Netzwerk, dass ich mit einem anderen User von boardgamegeek.com zusammenarbeitete.

Seite eins des Orléans Ortskarten KatalogsBGG-User Darren/Kaiyoot aus Calgary in Kanada hatte einen umfassenden Katalog der bisher erschienenen Ortskarten von Orléans entworfen, der alle Orte inklusive passender Regel in alphabetischer Reihenfolge abbildet. Ich fand das praktisch, wollte aber gerne den zu den deutschen Ortskarten passenden deutschen Regeltext haben. Und da das Spiel in Deutschland recht beliebt ist, dachte ich, dass auch andere Spieler an so einer Übersicht interessiert sein könnten. Also, eine kurze Nachricht geschrieben und schon wenige Stunden später ging es los. Er schickte mir die Quelldatei in einem mir bisher unbekannten Dateiformat für das ich mir extra ein (kostenfreies) Programm runterladen musste und ich begann das Ganze ins Deutsche zu übertragen. Er setzte es dann wieder in sein Layout und es folgten noch einige Runden bis das Dokument schließlich fertig war. Das Ergebnis kann man sich bei boardgamegeek.com ansehen (um es herunterzuladen muss man allerdings einen Account dort haben). Wir haben das Dokument aber nicht nur übersetzt, sondern auch noch gleich ein wenig optimiert und verbessert. Der gesamte sehr freundliche Kontakt lief per Mail und die Zusammenarbeit klappte außerordentlich gut.

Würden doch nur alle internationalen Kooperation so ablaufen – friedlich, transparent und offen. Es ist schon toll welche Möglichkeiten die modernen Technologien uns bieten können. Mir hat diese Zusammenarbeit einmal mehr gezeigt, dass wir Brettspieler wirklich eine echte weltweite Gemeinschaft sind. Sicherlich gibt es auch immer handfeste Geschäftsinteressen der Verlage und Autoren oder anderer Firmen und Personen, die mit unser aller Hobby Geld verdienen, aber alles in allem ist es eine tolle Gemeinschaft. Da geht es oft nur um die Sache selber – das Spielen und das Spiel – und häufig genug stehen eigene Interessen oder Eitelkeiten gar nicht im Vordergrund. Und egal, welche Nationalität, Hautfarbe, Religion oder Abstammung jemand hat, uns Brettspielern ist das völlig egal. Ich würde mir auch in anderen Lebensbereichen eine solche Gemeinschaft wünschen, dann wären einige der aktuellen Konflikte vielleicht hinfällig und wir könnten viel unbeschwerter zusammenleben.

Wir sind Boardgamer United!

Hier findet ihr übrigens das Ergebnis unserer Zusammenarbeit…

Der Beitrag Boardgamegeeks united! – Wie internationale Zusammenarbeit unter Brettspielern funktioniert erschien zuerst auf Würfelmagier - Brettspiel Blog.

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Bereits letztes Jahr hatte ich im Vorfeld der SPIEL zu einer Spendenaktion zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk aufgerufen. Immerhin 200,- kamen so 2016 zusammen. Zeit, das Ergebnis deutlich zu steigern…

Spielend Gutes tun - Brettspieler für Kinder - Spendenaktion 2017

Als begeisterte Brettspieler geben wir jedes Jahr viel Geld für Spiele aus. Insbesondere bei den Spieltagen in Essen werden von vielen Brettspielbegeisterten (sehr) viele Spiele gekauft. Wir sind dankbar dafür, dass wir die Möglichkeit haben, unserem Hobby nachzugehen, und die Spiele zu kaufen, die wir möchten. Viele Menschen haben diese Möglichkeiten aber nicht. Lasst uns spielend etwas Gutes tun und einen kleinen Teil unseres Spiele-Budgets an das Deutsche Kinderhilfswerk spenden, um so denen zu helfen, denen es vielleicht nicht so gut geht wie uns. Ich hoffe, dass wir das ambitionierte Ziel von 2.000 Euro erreichen können.

Ihr könnt nicht nur mit der Spende zum Erfolg der Aktion beitragen: Teilt die Aktion in allen euren sozialen Netzwerken mit Spielern sowie Nicht-Spielern und auch in euren privaten Spielerunden. Vielleicht erwähnen es die mitlesenden Podcaster und YouTuber ja auch in ihren zahlreichen Beiträgen zur SPIEL…

Hier könnt ihr euch über die Arbeit des Kinderhilfswerks informieren.

 

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