Freitag, 10 November 2017 19:25

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Fan Fiction Alpha Reditus.

Kurzfassung: Inquisitor in einem Raumschiff auf der Suche nach einem alten Mechanicum-Konstrukt während der Entstehung des neuen Risses zur 8ten Edition von Warhammer40k.

Alpha Reditus

Vorwort

Die Geschichte spielt im 41. Jahrtausend. Kurz nachdem die größte Bedrohung der Menschheit nicht mehr das Auge des Terrors ist, sondern das Cicatrix Maledictum – auch genannt „The Great Rift“. Der Riss, der nun wie eine klaffende Wunde das Netzwerk Terras vernarben lässt, schnitt viele Welten und Handelrouten voneinander ab. Die Energien des Warps sind so stark, das nicht einmal mehr das Licht der Astronimican vermag, Flottenverbände von Kriegs- und Handelsschiffen sicher durch den Warp zu lotsen. Nur wenige Mutige und Verrückte, wagen den Sprung in das Immaterium, nur um schneller als mit Lichtgeschwindigkeit zu reisen. Viele Welten sind so weit voneinander entfernt, dass es unwahrscheinlich ist, dass sie jemals wieder unter dem Einfluss des Imperators stehen.

Nur wenige Jahre entfernt, nahe der Somium Sterne, betreibt eine Kolonie abtrünniger Admech-Anhänger und Kulte Terras, sowie eine Hand voll Wissenschaftler und Abenteuer, eine geheime Forschungsstation, welche so gewaltig ist, dass sie einen eigenen Planeten darstellt. Tonnen von Stahl, Ceramit, Promethium und arkane Relikte und Technologien halten diesen Moloch zusammen. Dieser seelenlose Planet ist nur ein sechzehntel so groß wie Terra und seine Oberfläche wirkt wie ein surreales Spiegelbild Armageddons und Mars. Konstruiert nach den Vorgaben der Terraformer des abtrünnigen Adpetus Mechanicus.

Doch eines Tages verschwand dieses Bauwerk der Dekadenz im Nichts. Allerdings will das Imperator-treue Admech, welches nicht an diesen Arbeiten beteiligt war, diesen Verlust von Material und Technologie nicht hinnehmen. In Kreisen der der Inquisition und in Teilen der Armee, spekuliert man allerdings über weitaus größere Geheimnisse.

Folglich entsendet die Führungsriege des Mars, sowie Senat der Inquisition, ein Forschungsschiff in die Leeren des Warp.

Die Crew umfasst den Inquisitor und Forschungsleiter Rohaan; hochgewachsen und schlank, in einer Rüstung, welche Barock und Moderne ineinander vereint. Dunkler roter Stoff wechselt sich mit Panzern und Protektoren aus dunklem Ceramit ab, während Ornamente aus Kupfer diese verzieren. Auf seinem Rücken trägt er Lebenserhaltungssysteme als auch seine Forschungsausrüstung - der mechanische Rucksack verfügt über zusätzliche feingliedrige Arme, mit denen er Werkzeuge oder Waffen bedienen kann. Sein krauser Bart verdeckt seine geschundenen Backen sowie sein Kinn. Rohaans Gesicht ist gezeichnet von den Kriegen und Fäden der Inquisition – das Haupthaar wich schon vor langer einer Glatze. Niemand kann sagen, wie alt genau Rohaan derzeit ist.

Der Inquisitor wird von dem Astronomican Deytak begleitet – hager, circa zwei Meter groß, in ein langes Gewand in Flieder gekleidet. Kopf und Gesicht sind gespickt von kleinen Kabeln und Schläuchen unter und über der Haut. Sein Blick wirkt emotionslos; ist aber stets auf das Licht des Imperators konzentriert.

Ebenso sind einige Forscher und Techniker, verrückte und mutige Freihändler mit der Hoffnung auf seltene Beute, als auch ein Militärapparat mehrerer Veteranen der Imperiale Armee, Chimären und einiger Panzervarianten, welche speziell für Bergungs- und Forschungsmissionen ausgerüstet werden, mit an Bord.

Ihr Schiff ist die Alpha Reditus – „Die erste Wiederkehr“. Ein Forschungsschiff des Mars. Es erinnert an einen überdimensional großen Thunderhawk – nur, dass es am Heck keine großen Flügel trägt, sondern riesige Orbital- und Vektortriebwerke. Ein weiteres Paar befindet sich an den Seiten, vorne am Schiff. Es diesem Koloss dadurch möglich selbst auf kleinsten Asteroiden als auch den größten Planeten sicher zu landen.

Doch nur über einem Punkt sind sich alle Mitstreiter dieser Mission einig – dass es nur den Weg durch den Warp zum Objekt der Begierde gibt.

Kapitel 1 – Der erste Kontakt

Das Ceramit der Außenwände der Alpha Reditus ächzt unter den Kräften des Warps. Die Triebwerke grollen und schieben das das Schiff mit bestimmter Vorsicht durch den Warp. Deytak, der Astronomican hat das Licht des Imperators schon lange verloren und Inquisitor Rohaan betet auf der Brücke zum Imperator, dass sie den Warp schon bald wieder verlassen werden. Der Imperator soll sich den Seelen gnädig zeigen, welche auf der Reise, den Wahnsinn des Warps verfallen. Stunde um Stunde, Tag für Tag und Monat für Monat vergehen. Es vergeht Stunde um Stunde, Tag um Tag und Monat um Monat. Missgunst und Meuterei droht – die Dämonen des Warp kratzen am Ceramit der Außenhülle des Schiffes. Einige Passagiere verfielen bereits dem Wahnsinn und wurden freigestellt.

Freigestellt bedeutet in diesem Fall, dass dem Wahnsinn verfalle Passagiere über die Luftschleuse das Schiff verlassen mussten. Die Anwesenheit des Chaos wird auch in der Form eines wahnsinnigen Crewmitgliedes nicht geduldet – zudem schwache Geister die Kreaturen des Chaos wie Fliegen anziehen.

Doch die Geduld soll nun belohnt werden. Die Langstreckensensoren zeigen ein Masseobjekt nur wenige hunderttausend Kilometer an. Inquisitor Rohaan und der Astronimican beschließen den direkten Kurs auf das Objekt sowie die Landung und die Entsendung von Forschungsgruppen als auch einer Vorhut, um das Landegebiet zu sichern.

Doch dieser Enthusiasmus soll nicht lange währen. Je näher sie dem Planeten kommen, umso mehr beginnt das Immaterium um sie herum zu flackern. Körperlose Energien peitschen immer aufdringlicher auf die Alpha Reditus ein. Das Ceramit beginnt zu bluten, die Triebwerke klingen, als wenn Knochen in  ihnen brechen und Raum und Zeit scheinen in einem nicht vorstellbaren Maße zu kollabieren.

Die Forschungsstation rückt näher und näher. Als hätte Sie die Masse von ein Tausend schwarzen Löchern, zieht sie das Forschungsschiff schneller und schneller an sich heran. Der Stahl im Schiff beginnt sich zu verformen und die Reaktoren im Inneren heulen unter der Last der Triebwerke.

Rohaan beschließt wiederwillig die Mission abzubrechen – was bringt ihm eine Kollision mit einer arkanen Forschungseinrichtung, wenn der eigene Warpkern ihn, das Schiff und sein Auftrag in Milliarden kleiner Stücke reißen und verbrennen.

Die Offiziere erteilen den Maschinisten den Befehl den Schub umzukehren und den Austritt aus dem Warp vorzubereiten.

Ein Alarmsignal aus schrillen Sirenen ertönt – die Kollision steht kurz bevor – Warnleuchten taucht die dunklen Flure des Schiffes in dämonisches Rot.

Mit einem Krachen und Zerren fällt der Schub der Orbitaltriebwerke ab – Stille. Langsam beginnen die schweren Mechaniken im inneren des Schiffes die Schubdüsen um die eigene Achse zu drehen. Es klingt, als würde jemand mit der Präzision eines Uhrwerkes Stahl auf Stahl schlagen.

Die Sirenen werden lauter und schriller. Die Forschungsstation rückt gefährlich nahe. Es sind noch genau zehn Sekunden bis zum Aufschlag. Plötzlich donnert und grollt es – wie ein Gewitter der dunkelsten Götter mit Millionen von Gigawatt knallt und dröhnt es in Ohren der gesamten Crew. Die Triebwerke haben ihre Position und eingenommen und zünden voll durch. Das Plasma der Schubdüsen scheint das Immaterium mit aller Wut verbrennen zu wollen.

Neun Sekunden bis zum Aufschlag. Der volle Umkehrschub scheint die Reditus nicht zu verlangsamen. Rohaan betet zum allmächtigen Imperator.

Acht Sekunden bis zum Aufschlag. Ein Teil der Crew ahnt noch nichts von ihrem Schicksal. Trotz des Krachs und der Erschütterungen liegen noch immer viele in ihren Kojen.

Sieben Sekunden bis zum Aufschlag. Deytak steht gelassen und gefasst dar. Als wenn er sein Schicksal erwarten würde, versucht er auch jetzt, das Licht des Imperators zu erblicken.

Sechs Sekunden bis zum Aufschlag. Die Offiziere auf der Brücke bedanken sich für das Vertrauen der Inquisition und preisen den Imperator ein letztes Mal.

Fünf Sekunden bis zum Aufschlag. Das Hitzeschild an der Front der Reditus beginnt sich zu verfärben. Das Ceramit erhellt den Raum in lila, blau und Bronzestaub spiegelt alle Regenbogenfarben wieder. Ein sarkastisches Schauspiel der Schönheit in einer so ausweglosen Situation.

Vier Sekunden bis zum Aufschlag. Der Warpgenerator erwacht zum Leben – wie ein Uhrwerk welches immer schneller um sein Leben schlägt. Wie ein mechanischer Schmiedehammer pressen riesiege Kolben Unmengen an Promethium unter Hochdruck in den Generator, um ihn zu zünden.

Drei Sekunden bis zum Aufschlag. Der Inquisitor steht der verlorenen Einrichtung Auge in Auge gegenüber. Sie sind so nah, dass er den Planeten und seine Oberfläche genau erkennen kann.

Er nimmt ein riesiges terrageformtes Konstrukt wahr, mit einer durchgehenden Oberfläche und Forschungs- sowie Industrieanlagen.

Zwei Sekunden bis zum Aufschlag. Es kehrt eine nicht hörbare Akzeptanz des Schicksals ein. Die Sirenen verstummen und die Warnlichter erlöschen.

Eine Sekunde bis zum Aufschlag.

Kapitel 2 – Alpha Reditus

Mit einem riesen Knall kehrt die Alpha Reditus plötzlich in den Realraum zurück. Blitze zucken an der Hülle des Forschungsschiffes und die Farben des Warps weichen der ewigen Dunkelheit des Weltraums.

Der Umkehrschub wütet weiter voran und bremst die Reditus urplötzlich aus. Der ganze Moloch aus Stahl und Ceramit ächzt und knarrt unter den Kräften; aber letzten Endes kommt es zum Stillstand und die Triebwerke als auch Generatoren holen ein letztes mal Luft, um mit einem Keuchen in der Leere des Raums stehen zu bleiben.

Rohaan liegt am Boden, sowie die gesamte Crew. Die gnadenlose Schubumkehr riss die Männer und Frauen der Crew im Realraum sprichwörtlich von den Beinen. Eingeschlagene Schädel ober abgetrennte Gliedmaßen durch nicht gesicherte Ladung werden als Kollateralschaden angesehen - ein Crewmitglied mehr oder weniger ist für den Erfolg der Mission nicht entscheidend.

„Unter dem Deckmantel der Technologie wurde ich entsandt. Doch am Ende steht die Reinheit unserer Seelen und die Gunst des Imperators über jeder Versuchung und jeder Technologie.

Das Adpetus Mechanicus, das Schiff, diesesCrew sind Mittel zum Zweck – am Ende zählt nur eines: Der Exterminatus!“

-Gedanken von Rohaan-

Deytak steht noch immer auf der Brücke und ist voller Hingabe bestrebt das Licht des Imperators zu suchen.

Das Piepen der Instrumente weist darauf hin, dass dieses Manöver seinen Tribut von der Technik verlangt und viele Senoren sind ausgefallen. Die Generatoren, welche unter voller Last fuhren, können nicht alle Systeme des Schiffes versorgen, bis sie gewartet und neu gestartet werden.

Der Blick von der Brücke ins All ist ernüchternd. Schwarz. Dunkelheit. Nicht einmal ein Stern ist zu sehen. Wo befinden sie sich jetzt. Gibt es so etwas wie das „Nichts“? Gibt es eine Welt zwischen dem Immaterium und Realraum. Rohaan wird klar, dass sie im Nichts gestrandet sind.

Im Moment gibt es nicht genügend Energie für die Triebwerke, die Sensoren. Alle können froh sein, dass die Lebenserhaltungssysteme über einen eigenen Energiekreislauf verfügen. Die Techniker und Servitoren versuchen mit Hilfe einiger Maschinenseher die Wartungsarbeiten schnellstmöglich durchzuführen.

Rohaan war kurz davor die verlorene Station wieder zu entdecken. Fast hätte er die Geheimnisse dieser Welt entdecken können. Fast hätte er sich selbst und diese Welt vernichtet. Bei einem Zusammenstoss wäre der Warpkern vermutlich kollabiert – nicht, dass er sich, diese Welt und alle anderen damit in den sicheren Tod schickt hätte – womöglich hätte diese schicksalshafte Kollision auch einen noch größeren Warpriss zur Folge gehabt.

Für einen Inquisitor ein paradoxes Opfer – ein vorangestellter erzwungener Exterminitatus gegen eine Fleischwunde des Chaos im Realraum.

Möglicherweise hat ihn die Eingebung des Imperators an diesen Ort gebracht. Vielleicht ist es nicht das erste Schiff, das jemals aus dem Warp wiederkehrte; aber vielleicht ist die Alpha Reditus das erste Schiff, welches sich zwischen diese beiden Welten befindet und wiederkehrt.

Kapitel 3 – Wir haben wieder Energie

Es vergingen genau drei Tage. Das Schiff hat nun wieder Energie und die Sensoren arbeiten wieder wie gewohnt. Techniker und Ingenieure versuchen die Geräte neu zu kalibrieren. Sie sind verwundert, denn keines der Instrumente zeigt etwas an. Die Zeit im Immaterium vergeht nicht synchron zu der Welt Terras – die Chronisten versuchen den Zeitpunkt zu ermitteln, zu welchem Rohaan und seine Crew den Warp verlassen haben. Vergeblich. Das Nichts ist gnadenlos und bietet keinerlei Bezüge. Keine Planeten, keine Sterne, nicht einmal Strahlung lässt sich nachweisen. Die Offiziere halten es nicht für nötig das Schiff wieder in Bewegung zu setzen, da der Astronomican und die Navigatoren keine Route bestimmen können. Die Situation ist ernüchternd wie aussichtlos. Die Leere bietet keinen Raum für Aktion, da es keine Reaktion geben wird. Das Schiff würde im Falle einer Triebwerkszündung scheinbar auf der Stelle stehen. Selbst der Wiedereintritt in den Warp scheint nicht möglich.

Rohaan analysiert seine Optionen: Stasis? Worauf sollte er warten? Die Wahrscheinlichkeit bzw. die Angst davor das ein Dämon seinen Geist korrumpiert scheint viel zu groß. Freistellen lassen? Für einen Inquisitor undenkbar. Er steht inmitten der Brücke und sein leerer Blick scheint die unendliche Dunkelheit zu erwidern, die das Schiff umgibt. Deytak wirkt ruhig und routiniert – er verfolgt seine Aufgabe unablässig.

Es vergehen weitere Tage und die Geschehnisse überschatten nicht mehr die Probleme, welche so lange Reisen im All mit sich bringen. Es ist die Rede von Meuterei, Streitereien von Offizieren untereinander, als auch der größte Feind: Langer Weile.

Eine Handvoll Querolanten und Abenteurer bekamen die Aufgabe aufgetragen, in kleinen Landeschiffen Sensoren im Nichts zu platzieren – wohlwissend, dass es vermutlich Selbstmord-Missionen sind. Doch manch einem Crewmitglied scheint dies, die bessere Alternative zu sein, als auf diesem Stahlkoloss zu verrotten.

Der Zorn von Rohaan wächst. Die Reditus verfügt wieder über Energie – genau wie er. Er kann nicht weiter untätig sein. So kommt Rohaan nicht weiter. Er beschließt kurzerhand Deytak als auch den Maschinenseher Kroll.M2 zu konsultieren und bittet sie um Rat.

Deytak und Kroll sind verwundert. Jemand fragt nach ihrer Meinung; ein Inquisitor. Die Situation muss wirklich aussichtlos sein, wenn ein Inquisitor einen Astronimican und einen Elektroprediger um Rat bittet.

„Ihnen ist sicherlich das Flackern im Immaterium aufgefallen? Kurz vor dem Aufschlag.“ Fragte Rohaan bestimmt aber hoffnungsvoll.

Beide nickten ihm zu.

„Wäre es vielleicht möglich, dass kurz bevor wir auf der verlorenen Welt aufgeschlagen sind, unser Warpkernreaktor in der direkten Nähe des Planeten dieses Flackern verursacht hat?“

Deytak fragt ihn skeptisch worauf er hinaus wolle und er bekommt direkt eine Antwort.

„Jetzt hör gut zu Sternenflüsterer. Ich rede davon, dass unser Warpfeld mit dem dieser Einrichtung interferiert hat!“

Die Vorstellung klingt für den Astronomican vorerst absurd: „Wollen Sie damit etwas behaupten, dass dieser Planet – diese Forschungseinrichtung – über einen eigenen Warpkern verfügt, welcher im genau gleichen Moment ein Feld erzeugt hat, welches uns und diese Welt in verschiedene Zwischendimensionen katapultiert hat?“

„Ganz genau!“ entgegnete ihm Rohaan. „Und nun zu dir Maschinenseher. Ich will das du unseren Warpkern zum Flackern bringst. Das ist unsere einzige Chance diesen Ort wieder zu verlassen.“

Der Maschinenseher schüttelt den Kopf und antwortet dem Inquisitor ehrfürchtig mit gesenkter Stimme:“ Inquisitor Rohaan, bei aller Ehre und Lobpreisung. Wir müssten ein stabiles Feld erzeugen, welches wir mit Hilfe eines phasenversetzten zweiten Generators kollabieren lassen. Dafür benötigen wir mehr Energie und die Energiereserven würden nicht für die Lebenserhaltungssysteme der ganzen Crew ausreichen… .“

Inquisitor Rohaan erwidert mit kalter Stimme: „Dann leiten Sie die Energie der Lebenserhaltungssysteme um! Deytak! Richten Sie den Offizieren aus, sie sollen die Hälfte ihrer Crew freistellen!

Da haben Sie ihre Energie!“

Kapitel 4 – Die erste Wiederkehr

Der Raum um die Reditus flimmert so heftig wie die heiße Luft über den Wüsten Armageddons. Das Schiffsinnere wird von einem unheilvollen Grollen erfüllt. Der Warpgenerator zerreißt förmlich den Raum und der zweite Generator lässt das Feld flackern. Blitze und Irrlichter erscheinen so schnell wie sie auch wieder verschwinden. Inmitten der ganzen Energien melden die Sensoren des Schiffes ein riesiges Objekt im Raum. Die Chronometer scheinen verrückt zu spielen, denn die Zeit bewegt sich vor und zurück. Das Flimmern wird immer hochfrequenter und die Reditus ächzt unter den Strapazen. Je stärker der Raum flimmert, umso klarer lokalisieren die Sensoren die verschollene Station. Rohaan befehligt den Kurs und ordnet eine Sturmlandung an. Wer weiß, wie lange sie diesen Status aufrechterhalten können. Sollte der Planet sie allerdings wiederholt unnatürlich stark auf Kollisionskurs bringen, so erwartet auch den Rest der Crew ein schneller Tod. Die Vektor-Triebwerke beschleunigen das Forschungsschiff in Richtung des Planeten und bringen jenen in Sichtkontakt.

Die Chronometer scheinen nun nicht defekt zu sein – vielmehr ist es der Raum, welcher die Zeit verkrümmt. Die Station fällt in sich zusammen, wie ein verrottender von Maden zerfressener Apfel, um im gleichen Moment wieder im vollen Glanze zu erstrahlen. Das Schiff nähert sich dem Orbit. Der Astronomican und die Navigatoren haben eine Fläche der Planetenoberfläche bestimmt, welche zu verschiedenen Zeitphasen zu bestehen scheint, um auf dieser zu landen.

Unter diesen Umständen gleicht es einem Himmelfahrtskommando, ein Schiff auf einer Oberfläche zu landen, welche zwischen Dimensionen wandert und sich in der Zeit vor und zurückbewegt.

Sirenen heulen auf. Zwei Warpkerne können unmöglich einer so starken und lang anhaltenden Belastung standhalten. Das Schiff hat den Orbit überwunden und nähert sich der Planetenoberfläche.

Rohann brüllt: „Deaktiviert die Kerne!“ Im nächsten Moment signalisiert ein dumpfes Knacken, dass die Energie zu den Warpfeld-Generatoren abgerissen ist. Es kehrt für wenige Sekunden Ruhe ein und man hat das Gefühl nur die Atmosphäre an der Hülle des Raumschiffes rauschen zu hören. Der Inquisitor befiehlt seinen Offizieren und dem Astronomican sich unverzüglich hin zu setzen und sich anzuschnallen. „Die Landung wird  ungemütlich werden.“ Das Flimmern weicht einem Himmel, getaucht in rot-oranger Melancholie.

Mit einem lauten Grollen schlägt die Reditus auf der Planetenoberfläche auf. Die Oberfläche reißt und zerbricht unter der Wucht des Aufpralls; Sand und Gestein wechseln sich mit unnatürlich geformten Stahl und Ceramit ab. Wie ein hungriges Biest fressen sich die Stahlträger dieses unnatürlichen Planeten in den Rumpf der Reditus. Quartiere, Lagerräume und Teile der übrigen Crew werden augenblicklich zerstört oder getötet.

Allmählich beginnt die Reditus zum Stillstand zu kommen. Umherfliegende Trümmerteile haben einen großen Teil der Offiziere und Navigatoren erschlagen; viele sind verletzt. Auch Rohaan trägt einen Stahlsplitter in seinem linken Arm. Er rappelt sich von einem Stuhl auf, klopft sich den groben Schutt mit der rechten Hand von seiner Rüstung und zieht sich das Stück Stahl mit einem Ruck aus dem anderen Arm. Bevor sein Körper auch nur daran denken kann zu verbluten, verschließt er die Wunde mit einem Plasmabrenner aus seiner Überlebensausrüstung.

Das ganze Schiff ertönt in einer Kakophonie aus Schmerzensschreien, des Kollisionsalarms und dem Explodieren von Promethiumleitungen. Die Reditus ist nun kein stolzes Forschungsschiff des Imperiums mehr, sondern eine Zeitbombe der Arroganz.

Kapitel 5 – Der Weg nach unten 1

Der Planet hat seine Klauen aus Stahl durch das gesamte Schiff geschlagen und der gesamte Rumpf hat sich in den Fels gefressen.
Giftige Dämpfe strömen aus defekten Promethiumleitungen. Wer den Aufprall überlebt hat, sitzt nun in einem Grab aus Stahl, welches unweigerlich seine Insassen ersticken wird. Für Rohaan ist klar: Er muss das Schiff verlassen.

„Offizier Tark! Statusbericht!“ brüllt Rohaan mit rauer Stimme durch die verwüstete Kommandobrücke.

Doch Tark antwortet nicht. Ebenso wenig wie die Computersysteme. Der Maschinengeist der Alpha Reditus verweigert jegliche Zugriffe durch Menschenhand. Schwaches Fleisch und die menschliche Gier haben diese Komposition aus Technik und Kunst ins Verderben gesteuert. Auch wenn die Reditus kein eigenes Wesen ist, so scheint es sich mit dem letzten Atemzug an der Crew zu rächen.

Rohaan muss reagieren. „Deytak! Deytak! Vergiss das Licht des Imperators. Du wirst es hier nicht finden können…“

„Aber es findet m…“ Rohaan verpasst dem Astronomican mit seiner rechten Faust einen Schlag ins Gesicht – Deytak geht mit einem Ruck zu Boden. Doch er kann sich abstützen. Seine Lippe ist geplatzt. Es blutet.

„Komm mit. Wenn du Licht suchst, komm verdammt noch mal mit. Hier drinnen wartet nur die Finsternis auf uns.“

Deytak wischt sich das Blut von seiner Lippe. Es schmerzt. Aber er verzieht keine Miene, nickt Rohaan zu und zeigt auf ein Display neben ihm: „Es wird schneller finster, als du es dir wünschst!“

Das Energielevel im Schiff sinkt rapide. Sobald die letzten Reserven aufgebraucht sind, werden weitere Generatoren ausfallen. Keine Energie bedeutet: Kein Sauerstoff, Kein Licht, … Verschlossene Türen.

„Ok, beeilen wir uns.“ Entgegnet der Inquisitor seinem Astronomican. „Allen anderen gestatte ich, sich selbst zu entfalten und den Frieden mit sich selbst zu finden. Möge der Imperator uns schützen! Oben kommen wir nicht hinaus - Wir gehen runter!“.

Kapitel 6 – Der Weg nach unten 2

Rohaan und Deytak verlassen die Brücke. Den Toten keines Blickes würdig, betreten sie den ersten Korridor. Es ist kalt. Der Sauerstoffgehalt ist gesunken. Der Geruch von verbrannten Fleisch und schmorenden Kabeln liegt in der Luft. Die Sirenen peitschen noch immer in den Gehörgängen und die roten Alarmlichter lassen unheimliche Schatten durch die endlos langen Korridore tanzen.

Plötzlich gibt es einen dumpfen Knall. Es klingt so, als würde ein riesiger Elektromotor plötzlich stoppen. Die Sirenen verstummen und eine unheimliche Stille liegt für eine Sekunde in der Luft.

Dumpfe Hammerschläge scheinen sich in hoher Geschwindigkeit den Protagonisten zu nähern.

„Lauf!“ brüllt Rohaan zu Deytak und reißt ihn am Handgelenk mit, Richtung Versorgungsschacht. „Lauf! Lauf verdammte Scheiße! Schneller!“ Beide rennen den Korridor herab und springen mit einem Satz einen nahen liegenden Versorgungsschacht hinunter.

Wie die Fäuste Calgars schlagen hinter ihnen die Schotts aufeinander, um sich nie wieder zu öffnen. Der zu erwartende Stromausfall hat dafür gesorgt, dass sich das Schiff notverriegelt. Vielleicht ist es aber auch der Maschinengeist selbst, der das Grab für immer schließen will.

Der Inquisitor und der Astronomican kommen wieder zu sich.  Der Sturz hat beiden einiges abverlangt. Wie durch ein Wunder haben sie allerdings keine größeren Verletzungen zugezogen. Lediglich ein paar Schrammen und kleine Schnittwunden zieren nun die Uniformen.

Als wäre diese unheilvolle Stille nicht schon genug, fällt zu guter Letzt nun auch noch die Notbeleuchtung aus. Der Schatten frisst jede einzelne Lampe von oben nach unten mit einem lauten Knacken auf. Rohaan aktiviert seinen Scheinwerfer, welcher auf einem der vielen Arme auf seiner Forschungsausrüstung montiert ist. Deytak nimmt seine Umgebung anders wahr. Er sieht zwar nicht das Licht des Imperators, aber er überwindet mit der Hilfe seines Geistes die Dunkelheit.

Im Schein seiner Apparatur realisiert Rohaan erst, warum sie so einen Sturz überleben konnten. Ein ca. 5m hoher und 10m breiter Berg aus Leichen, Rucksäcken und Körperteilen füllt den riesigen Schacht aus. Es stinkt bestialisch und die kalten Gesichter der Toten versuchen dem Inquisitor in die Augen stechen zu wollen.

„Welch naive Männer. Tapfere Männer. Sie wussten welche Gefahren bei dieser Mission auf sie zukommen würden. Selbst im Tod dienen Sie dem Imperator.“ Konstatierte Rohaan. Deytak entgegnet ihm nur einen nichtssagenden leeren Blick. Auch ein rationaler emotionsloser Astropath ist von so viel Arroganz angewidert.

„Komm weiter, ein drittes Mal werden sie uns nicht helfen.“

Mit diesen Worten klettern Rohaan und Deytak den Leichenberg herab. Sie schauen sich um. Die Versorgungstunnel scheinen alle in Takt zu sein. Sie sind lediglich vom Rest des Schiffes hermetisch abgeriegelt.

Es gibt zwei verschieden Abzweigungen. Einer in Richtung Rumpf der Reditus, einer in Richtung der Triebwerke. Der Rumpf scheint weniger gefährlich, allerdings hat sich dieser in die Planetenoberfläche gefressen. Folglich kommt nur das Heck des Schiffes in Frage. Egal wie sich entscheiden. Der Tod begleitet sie in beide Richtungen.

Kapitel 7 – Willkommen

Oben alles zu, kaputt, also unten durchs schiff, da sind gegener etc bla bla bla.

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